Handeln gegen Trägheit

Therapiemanual für Gesundheit durch Aktivität

 

 

Das Programm richtet sich an Menschen deren Betätigungsbalance, beispielsweise aufgrund einer schweren psychiatrischen Erkrankung, ein Ungleichgewicht aufweist. Häufig sind Passivität, sozialer Rückzug, Bewegungsmangel, Teilhabeeinschränkungen oder Betätigungseinseitigkeit die Folge. Mit Unterstützung der Ergotherapeutin sollen sie durch einen strukturierten Therapieprozess ihre Aktivitätsmuster so verändern, dass sich die Betätigungsbalance, Wohlbefinden und Teilhabe trotz krankheitsbedingter Einschränkungen verbessern. Das Programm folgt damit auch aktuellen recoveryorientierten Ansätzen. 
 

Konkrete Ziele sind zum Beispiel:

- sich selbst dazu motivieren können, sich eigene Ziele zu setzen und aktiv zu werden

- mehr Balance im Alltag erreichen

- in der Lage sein, alle Lebensbereiche gleichwertig zu betrachten

 

"Handeln gegen Trägheit" ist in Kanada schon lange ein etabliertes Programm und wurde ursprünglich für Menschen mit schweren psychischen Erkranungen entwickelt. Inzwischen wird es bei den verschiedensten Zielgruppen angewendet, zum Beispiel auch bei chronischen Schmerzen, Schlaganfall oder Demenz. Immer wenn es gilt, Trägheit zu überwinden und Handeln zu ermöglichen.